Bahn zwischen Kassel und Harz

Letzten Mittwoch waren wir erneut auf Tour. Zunächst ging es in den Raum Kassel. In Baunatal besteht die Besonderheit im Mischverkehr zwischen Eisenbahn und Straßenbahn, die hier auf der Eisenbahnstrecke betrieben wird. In Borken (Hessen) befindet sich noch ein Behelfsstellwerk auf Basis einer Donnerbüchse. Ferner sind hier an mehreren Stellen Relikte des Braunkohlebergbau zu finden. So unter anderem das Lokdenkmal auf dem Dreischienengleis. Weiter ging es in den Harz. In Nordhausen verkehrt die DUO-Tram auf den Gleisen der Harzer Schmalspurbahn. Bei der Gelegenheit besuchten wir das NS-Arbeitslager Mittelbau-Dora, wo tausende Häftlinge den Tod fanden. Das Lager ist gleichzeitig ein Eisenbahnrelikt – man hatte hier ganze Züge im Berg verschwinden lassen. In Ellrich passiert ein Nahverkehrszug stündlich die ehemalige innerdeutsche Grenze, wovon noch ein Wachturm zeugt. In der Nähe befindet sich außerdem ein Bergwerk, der Rabensteiner Stollen, an dem die Schmalspurbahn vorbeiführt. Zuletzt passten wir zwischen Blankenburg und Halberstadt den abendlichen Kalkzug ab. Dieser wird derzeit von einem HVLE Blue Tiger bespannt und verkehr zuverlässig Mo, Mi und Fr zwischen 19:30 und 20:30. Zukünftig ist eine Bespannung mit Stadler Eurodual geplant. Besteht der Zug aus mehr als 30 Waggons, ist mit einer anschließenden Bedienung der Rübelandbahn zu rechnen. Die Leistung wurde dieses mal von einer Lok der Baureihe 185 und einer Lok der Baureihe 285 (Diesel) im Sandwich bespannt.