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Bergwerk Duisburg Walsum



Die Zeche Walsum wurde 1914 eröffnet, nachdem 10 Jahre zuvor mit den Abteufarbeiten begonnen wurde. Nach dem Krieg wurde das Bergwerk in die Walsum Bergbau Aktiengesellschaft eingegliedert. Schacht 1 erhielt den Namen Franz Lenze, Schacht 2 den Namen Wilhelm Roelen. 1978 wurde der Schacht Wehofen von der Zeche Friedrich Thyssen angebunden. 1993 wurden die Schächte des Bergwerk Rheinland (Rheinpreußen 8 und 9) übernommen. Ebenfalls in den 1990er Jahren erfolgte die Anbindung der Schächte in Voerde. 2002 regte sich Widerstand gegen den Bergbau unter dem Rhein, welcher erhöhte Überflutungsgefahr durch Bergsenkungen von mehr als 10 Höhenmetern bedingte. Aus der Klage 2004 vor dem OVG Düsseldorf und einem daraus resultierenden Beschluss der Landesregierung wurde das Bergwerk schließlich 2008 stillgelegt. Heute sind die Tageanlagen in Walsum weitgehend erhalten. Schacht Roelen wurde zur Wasserhaltung halbiert, Schacht Lenze steht unter Denkmalschutz. Die RAG hat wegen zu hoher Instandhaltungskosten die Aberkennung des Denkmalschutzes beantragt. Das Steinkohlekraftwerk Walsum auf der Anlage wird weiter betrieben und wurde 2007 erweitert. Es wird regelmäßig, u.a. Samstag Nachmittags von der NIAG bedient.