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Hoesch/Hörder Verein



1839 wurde die Hermannshütte im Osten von Hörde gegründet. (Unter Hoesch Betriebsteil Phoenix Ost und 1852 vom Hoerder Bergwerks- und Hütten-Verein übernommen. Westlich wurde im gleichen Jahr der späterer Hoesch-Betriebsteil Phoenixwest mit dem ersten modernen Hochofen gebaut. Beide Betriebsteile wurden durch eine Eisenbahn, den feurigen Elias verbunden. Es folgte 1880 ein Thomas-Stahlwerk. Es folgten ein Walzwerk auf dem Ostgelände sowie ein Martin-Stahlwerk. Ab etwa 1906 gab es auf dem Westeil auch eine Kokerei. Der Ostteil wurde weitestegehend zur Weiterverarbeitung ausgebaut. In den Kriegsjahren ab 1938 wurde das Werk vermehrt zur Kriegsgüterproduktion genutzt. Ab 1944 befand sich auch ein Außenlager des KZ-Buchenwald für Zwangsarbeiter auf dem Gelände. 1966 wurde der Hörder Verein von Hoesch (Westfalenhütte) übernommen. Hoesch wiederrum wurde 1991 von Krupp übernommen. Krupp fusionierte abermals mit Thyssen 1997. Damit war ein Überangebot von Stahlproduktionsstandorten im ThyssenKrupp-Konzern vorhanden. Daraus folgte 1998 die komplette Stilllegung des Hörder vereins (2001 folgte die Westfalenhütte). Während die Nachnutzung für Phoenixwest relativ schnell geklärt wurde - es entstand ein IT-Gewerbegebiet unterhalb von zwei denkmalgeschützen Hochöfen, gab es einen langen politischen Entscheidungsprozess um das Gelände Phoenix Ost. 2004 begann der Abbruch der Anlagen und die Demontage und Verschiffung der Hochöfen nach China. Anschließend wurde das Gelände sarniert, abgesenkt und schließlich der Grundwasserspiegel angehoben. Es entstand der Phoenixsee, welcher aus EU-Fördergeldern finaziert wurde. Der hohen Dortmunder Arbeitlosenquote, die dem Niedergang der Stahlproduktion geschuldet war, half das Projekt nur wenig.